«Web-Browser sind mittlerweile das Einfallstor Nummer 1 für Hacker», sagt Stefan Frei von der ETH Zürich. Je komplizierter diese Programme in den letzten Jahren wurden, desto mehr Sicherheitslücken wurden entdeckt. Tatsächlich hat sich die Zahl solcher Schwachpunkte in den Jahren von 2000 bis 2007 vervierfacht.  Die von Dübendorfer und Frei publizierten Zahlen basieren auf weltweiten Suchanfragen bei Google. «Beim Aufruf einer Internetseite übermittelt der Browser seinen Namen und Versionsnummer an die kontaktierte Website, in diesem Fall an die Google-Server», erklärt Frei. «Diese Informationen hat Google registriert und anonymisiert für unsere Analyse zur Verfügung gestellt. Anhand der Versionsnummer bestimmten wir den Anteil von aktuellen und veralteten Browsern.»

Die Zusammenarbeit mit Google war für Frei auch deshalb wichtig, weil die Nutzer der weltweit grössten Suchmaschine einen repräsentativen Querschnitt aller Internetnutzer bilden. «Hätten wir dagegen nur die Besucher der ETH-Website berücksichtigt, hätten wir überproportional viele Wissenschafter in unserem Datensatz gehabt», sagt Frei. Auf die Datenanalyse selbst habe Google aber keinen Einfluss genommen.

NZZ am Sonntag - Andreas Hirstein May 10, 2009

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