Denn beim Mac ist schon die Verpackung schöner als beim PC das fertige Produkt. Und: Der Mac gilt als sicher vor Virenbefall.

Eine Studie der ETH Zürich kommt jetzt allerdings zu einem anderen Resultat. Demnach bezahlen Apple-Kunden nicht nur monetär einen höheren Preis, sie nehmen auch deutlich mehr Sicherheitslücken in Kauf. Dabei pflegt Apple seit Jahren erfolgreich das Image, besonders sichere Computer zu bauen: «Viren? Keine Sorge, die gibt es nur auf Windows-Rechnern», lautet der Tenor einer populären Werbekam- pagne im Internet.

Sicherheitslücken sind angesichts der Komplexität moderner Betriebssys- teme ohnehin unvermeidlich. Die Wis- senschafter um Bernhard Plattner von der ETH Zürich haben untersucht, wie schnell die Software-Hersteller Apple und Microsoft neu entdeckte Lücken schliessen. Das Ergebnis: Bei Apple klafften im Beobachtungszeitraum vom Januar 2002 bis Dezember 2007 bis zu 55 offene Sicherheitslücken, bei Microsoft maximal 22.

«Nicht mitgezählt haben wir Risi- ken, die von den Produkten anderer Hersteller, zum Beispiel von einem Grafikprogramm, ausgehen», sagt Ste- fan Frei, der Hauptautor der Studie.

NZZ am Sonntag - Andreas Hirstein April 6, 2008

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