Wovor Sicherheitsexperten seit Jahren warnen, das ist nun eingetreten: Erstmals ist ein Computerschädling aufgetaucht, der digitale Steuerungen von Industrieanlagen angreift. Ungewöhnlich findet Stefan Frei die hohe Komplexität des Schädlings, der gleich vier verschiedene Sicherheitslücken von Windows ausnutze. «Ein normaler Hacker würde kaum einen solchen Aufwand treiben.» Denn schon für das Wissen von einer Lücke und wie man sie ausnutzt, würden auf dem Schwarzmarkt im Internet bis zu 100 000 Dollar verlangt. Die Sicherheit von industriellen Steuerungen sei in der Vergangenheit vernachlässigt worden, meint Frei. «Man hat diese Systeme nicht als das gesehen, was sie sind: vernetzte und programmierbare Computer, deren Funktion von Hackern verändert werden kann.»

NZZ am Sonntag - Andreas Hirstein September 26, 2010

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